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Scannerpersönlichkeiten – kreative Lebensgestalter mit unzähligen Ideen

9. September 2019

Gastartikel Ines Hammer

Ines ist zertifizierter Personal & Business Coach und als zweifache Mama, Hundefrauchen, Igelretterin, Ehrenamtlerin, Schnittlauch-Liebhaberin und Selbstständige von Haus aus in vielen Rollen und Aufgaben.

Das sie selbst eine Scannerpersönlichkeit ist, hätte ihr spätestens ab der 15. Domain-Registrierung eine ihrer neuen Ideen dämmern können. Ist es ihr aber nicht. Völlige Betriebsblindheit, obwohl sie in ihrem Beruf Scannerpersönlichkeiten begleitet.

Ihr AHA Erlebnis kam wie so oft beim Schreiben. Der besagte Artikel trägt den Namen „Einen Scheiß muss ich – warum du dich als Scannerpersönlichkeit nicht für die EINE Idee entscheiden musst“. Während dem Schreiben dämmerte ihr, dass sie von sich selbst schrieb und seitdem ist es ihre Vision, Scannerpersönlichkeiten von Entscheidungsunlustigen Suchenden, hin zu kreativen Lebensgestaltern mit Freude an ihrer Vielfältigkeit zu begleiten.

Mit 1:1 Coaching, Training und dem Online Kurs #WohinmitmeinenIdeen – Lösungen für Scannerpersönlichkeiten.


Wenn ein einziges Leben für all deine Ideen und Interessen nicht ausreicht…

An jeder Ecke entdeckst du neue inspirierende Dinge und lässt dich mit der Neugier eines Kindes begeistern. Manchmal tauchst du wochenlang in etwas ein, denkst du hast deine Passion gefunden. Doch sobald du dein Thema durchleuchtet hast, verlierst du schnell das Interesse daran. Der Blick in deine Wohnung zeugt von deinen vielfältigen Interessen und begonnenen Projekten.

Jedes begonnene und nicht zu Ende gebrachte Projekt kratzt an deinem Selbstwertgefühl. Gedanken wie „ich kann nichts zu Ende bringen“ oder „ich habe keine Disziplin“ nagen und blockieren dich Dinge anzupacken.

Die Suche nach „deinem Ding“, deiner Passion oder deiner Berufung lässt dich häufig verzweifeln. Wenn du etwas beginnst, dann möchtest du keine halben Sachen machen. Doch wenn du jetzt alles auf eine Karte setzt, woher weißt du, dass du auch in 3 Monaten noch Lust darauf hast? Vor allem musst du dich für eine Sache entscheiden, doch aus dem Berg an Ideen und Interessen ist es gar nicht so leicht DIE EINE heraus zu finden, die du umsetzt.

Persönlichkeitsmerkmal „Scannerpersönlichkeiten“

Scannerpersönlichkeiten sind kreative und schaffensfreudige Menschen, die mit ihren Ideen ganze Bücher füllen könnten. Inspirationen finden Scanner an jeder Ecke. Ein Spaziergang oder eine kurze Begegnung genügen, um in ihrem Kopf neue Ideen zu formen.

Nun könnte sich ein Scanner über so viele Ideen freuen, denn langweilig wird es sicher nie.  
Doch die meisten Scannerpersönlichkeiten stehen sich selbst im Weg.
Sie können sich für keine Idee entscheiden und sind permanent auf der Suche nach DER EINEN Sache im Leben.
Scanner werden von ihrem Umfeld häufig als sprunghafte Menschen angesehen, die angefangene Dinge nicht zu Ende bringen. Klar, wenn der Scanner bei einem Thema weiß, wie der Hase läuft, dann verliert er schnell das Interesse und wendet sich der nächsten Idee zu.

 

Viele Ideen werden sofort auf Passion oder Berufung durchdacht und mit blockierenden Glaubenssätzen als unrealistisch oder Spinnerei abgetan. Am Ende bleiben die Ideen ohne Umsetzung im Kopf und verblassen mit der Zeit.

Neue Träume kommen und gehen.

Von einer Idee zur nächsten springen, steckt hier immer eine Scannerpersönlichkeit dahinter?

 
Von einer Idee zur nächsten springen und sich nicht auf etwas konzentrieren, können wunderbare Vermeidungsstrategien sein.

Viele Menschen wissen tief im Inneren, was sie wirklich möchten. Die inneren Blockaden in Form von Ängsten und limitierenden Glaubenssätzen sind jedoch so hoch, dass sie es nicht anpacken. Mit dem Springen zur nächsten Idee vermeiden sie, sich damit auseinander zu setzen.

Diese Vermeidungsstrategie – von einer Idee zur nächsten springen – hat in dieser Form nichts mit dem Persönlichkeitsmerkmal Scannerpersönlichkeit zu tun.

Unkonzentriertheit und die fehlende Freude an einer begonnenen Sache können zudem als Symptom im Rahmen einer Depression auftreten. Bei einer solchen Vermutung empfehle ich, therapeutischen Rat einzuholen.

 

Herausforderungen für Scannerpersönlichkeiten – Denken & Tun

Die größte Herausforderung für Scannerpersönlichkeiten sind die eigenen Gedanken und der eigene innere Druck. Vor allem wenn sie das Gefühl haben, sich auf etwas festlegen zu müssen. Häufig verfällt der Scanner in eine „Entscheidungsstarre“. Dies führt zur Überforderung und die Ideen/Projekte werden nie begonnen.



In die eigenen Gedanken schleichen sich zudem gerne Denkfehler ein.

„Entweder oder Denken“ – Ich muss mich entweder für A oder für B entscheiden.

Diese schwarz-weiße Sicht lässt keinen Spielraum zu. Ein innerer Druck entsteht, denn die Entscheidung für eine Idee ist in dieser Denkweise auch die komplette Ablehnung der anderen Idee. Die Gedanken beginnen zu kreisen. Ist A wirklich die richtige Wahl? Was, wenn es mir nach 3 Monaten nicht mehr gefällt? Vielleicht ist B doch das Passendere?

In diesem Denkmuster gefangen, ist der Raum für weitere Möglichkeiten versperrt. Da sich der Scanner nicht für A oder B entscheiden kann, passiert es häufig, dass nichts von Beidem angepackt wird.

Doch es gibt so viel mehr als A oder B. Es könnte eine Mischung aus A und B geben, vielleicht gibt es sogar noch ein C oder etwas komplett anderes. A als Beruf und B zunächst als Hobby.

In Coaching Sitzungen wird hier gerne die Entscheidungsfindungs-Methode „Tetralemma“ angewandt, die diesen Raum der Möglichkeiten öffnet und dass „Entweder oder Denken“ umgeht.

„Fürs Leben festlegen“

Ein weiterer Denkfehler vieler Scannerpersönlichkeiten ist der Gedanke, sie müssen sich nach der Entscheidung für ihr ganzes Leben festlegen.

Möchte ich das wirklich ein Leben lang tun? Gerade im beruflichen Kontext, ist ein vielfältiger Lebenslauf normal und zeugt von Agilität.
Wer bleibt heutzutage immer im gleichen Job?

Genau – Niemand. Keiner muss sich fürs ganze Leben an etwas binden. Bringt der neue Job wider Erwarten nach zwei Jahren nicht die gewünschte Erfüllung, ist eine Veränderung jederzeit möglich. Bist du eine Scannerpersönlichkeit, dann erahne ich, dass du dir nun über die verlorene Zeit Gedanken machst…

Auch mit diesen Gedankengängen lässt sich durch Hinterfragen aufräumen.


Was hilft Scannerpersönlichkeiten?

Es gibt eine Reihe von Tools und Selbstführungstipps, die Scannerpersönlichkeiten im Alltag unterstützen können.

Doch die innere Einstellung und die damit verbundenen Glaubenssätze und Verhaltensmuster sind nicht mit einem Tool einfach „weggezaubert“.

Vielmehr geht es zunächst darum zu erkennen, wie ihr Denken und Verhalten aussieht, um es dann Schritt für Schritt in eine Richtung zu verändern, die ihnen hilft.

Das eigene Denken und Verhalten zu beleuchten, ist mit einem neutralen Blick von außen durch einen Coach oder Psychotherapeuten sinnvoll.

 

Mindset neu ausrichten – Glaubenssätze & Verhaltensmuster erkennen und verändern

 
Bei den beiden oben genannten Denkmustern wird deutlich, dass es einer Scannerpersönlichkeit nur kurzfristig hilft, ihre aktuellen Themen zu sortieren und auf die Ideen zu schauen. Kommen neue Projekte hinzu, werden immer wieder die vorhandenen Denkmuster zu Schwierigkeiten führen. Entscheidungsstarre, negative Gedanken und Überforderung können die Folge sein.

Daher ist es aus meiner Sicht sinnvoller den längeren Weg zu gehen und nach der Ursache der Herausforderungen zu schauen und diese zu bearbeiten. Scannerpersönlichkeiten in ihrer Entscheidungskompetenz zu stärken und sie auf den Weg zu bringen ihre Entscheidungen klar und ohne Selbstzweifel treffen zu können.

Stärken, Stärken und nochmals Stärken
  • Entscheidungskompetenz stärken
  • Vertrauen in den eigenen Weg stärken
  • Eigene Stärken und Ressourcen erarbeiten
  • Selbstzweifel entkräften und Selbstwert stärken

Einem Scanner, der davon überzeugt ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen, können Tools aus dem Projekt- und Zeitmanagement dann auch langfristig Unterstützung geben.

Eigene Persönlichkeitsanteile kennen und ausrichten – Das „Innere Team“

Um die inneren Gedanken kennen zu lernen, kann ein Blick in die eigenen Persönlichkeitsanteile ein guter Ansatz sein. Im Coaching arbeite ich gerne mit dem „Inneren Team“ nach Friedemann Schulz von Thun.

In jedem von uns gibt es innere Persönlichkeitsanteile, die wir in Form von Gedankenstimmen wahrnehmen. In einigen Situationen spüren wir eine innere Zerrissenheit und mehrere Stimmen in uns werden laut. „Tu das lieber nicht, wer weiß was in 3 Jahren passiert“ sagt die eine Stimme, „du lebst nur einmal, wenn du es jetzt nicht machst, dann nie wieder“ sagt die andere. Vielleicht mischt sich noch eine dritte oder vierte Stimme in die Situation mit ein und beschäftigen dich innerlich.

Diese „Stimmen“ in Scannertypischen herausfordernden Situationen zu betrachten und im Coaching neu auszurichten, kann Klarheit und Entscheidungsfreude bringen. Wer sein Inneres Team kennt und lernt zu führen, wird eine Stimmigkeit ohne innere Konflikte erleben.

 

Wünsche für all die Scanner da draußen



Liebe Scanner,
  • Ich wünsche mir, dass ihr beginnt eure Ideenvielfalt zu lieben.
  • Euch selbst als so wertvoll wahrzunehmen, wie ihr seid.
  • Ich wünsche mir, dass ihr eure Kreativität auslebt und eure Begeisterung in die Welt tragt.
  • Eure negativen Glaubenssätze los lasst und durch kraftvolle positive verändert.
Das ihr euer Leben mit all euren wundervollen Ideen rockt und für euch und eure Entscheidungen einsteht.

Denn ihr seid die Gestalter eures Lebens.


Zu guter Letzt

Vielleicht konntest du dich im Artikel an einigen Stellen wiederfinden und hattest die ein oder andere Erkenntnis und Impulse, mit denen du dich selbst reflektieren kannst.

In einem einzigen Blog Artikel können die Themen natürlich nur angerissen werden. Ausführlich betrachtet, würde sich damit ein ganzes Buch füllen lassen.

Bei Fragen und Anregungen freue ich mich auf den Austausch mit dir.

 

Herzliche und ideenreiche Grüße



Wenn Du mehr Infos möchtest, Fragen oder Anregungen hast, dann kannst Du Dich gern bei bei Ines auf der Seite umsehen und Dich bei Ihr melden: ineshammer.de