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Sind wir gemeinsam stark?

10. August 2019

Gemeinsam sind wir stark!

Diesen Satz kennen wir vermutlich alle. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Wir leben im Zeitalter des Individualismus, ist da Gemeinsamkeit wirklich noch so wichtig?

Zumindest hier in unserer westlichen Welt, oder kleiner gedacht, hier in Deutschland, ist es doch durchaus möglich als Single und Individualistin das eigene Leben sehr komfortabel zu gestalten:

  • in der eigenen Wohnung zu leben und somit keine Kompromisse machen zu müssen: bei offener Tür auf dem Klo sitzen, laut und schief unter der Dusche singen, den Kühlschrank voller Sekt, Quark, Eis, Tiefkühlpizza, Salat oder oder oder eben auch leer zu lassen und essen zu gehen.
  • Familie, Freunde und Bekannte in genau dosierten Portionen geniessen.
  • Abenteuer mit wechselnden Partnern zu erleben.
  • Mit den Mädels tanzen und ins Kino gehen, oder einfach auf dem Sofa einen gemütlichen Filmabend zu machen.
  • Pyjamaparties und Wochenenden im Bett.
  Klingt alles ganz ansprechend und schön, zumindest einiges davon, oder?

So ganz nach Freiheit und Selbstbestimmung!

Und neben all dieser Freiheit und Selbstbestimmung meldet sich dann doch immer wieder auch eine andere innere Stimme: die, die sich nach Angekommen-Sein sehnt, nach Zugehörigkeit, Geborgenheit und Gemeinsamkeit.

Gemeinsamkeit.

Ist ein Bedürfnis, das jeder Mensch hat!

Ebenso wie Selbstbestimmung und Freiheit Bedürfnisse sind.

Wir alle brauchen es, gemeinsam zu sein. Wir sind soziale Wesen. Deswegen sind wir auch in unseren sozialen Bedürfnissen abhängig voneinander: Menschen brauchen Menschen.

Und ja: Uns gemeinsam zu erleben, lässt uns stärker fühlen, kraftvoller, größer. Wir empfinden Verbundenheit, Zugehörigkeit, Verlässlichkeit.

Gemeinsam fallen uns viele Dinge leichter.

  • weil wir uns gegenseitig motivieren, anfeuern und bestärken, z.B. neue Dinge auszuprobieren.
  • Gemeinsam fühlen wir uns sicherer, kompetenter und trauen uns mehr zu.
  • Erleben wir Gemeinsamkeit, fühlen wir uns unterstützt.
  • Gemeinsamkeit lässt uns uns gesehen, gehört und wertgeschätzt fühlen.
Klar ist es manchmal auch anstrengend, gemeinsam zu sein, z.B. wenn wir Meinungsverschiedenheiten aushalten müssen. Wenn wir versuchen, die unterschiedlichen aktuellen Bedürfnisse innerhalb einer Gemeinschaft unter einen Hut zu bringen. Letztendlich ist es mit der Gemeinsamkeit eben wie mit all unseren Bedürfnissen: mal ist sie ganz akut, dann fühlen wir uns einsam und alleine, sehnen uns… …und mal ist sie gesättigt und dann werden andere Bedürfnisse aktuell. Das hat jeder Mensch ganz selbst in der Hand, also, ob sie sich gerade gemeinsam stark fühlt oder nicht… und selbstverständlich kann ich mich auch alleine stark fühlen und schwach, wenn ich gemeinsam bin!